5.9.2010 20:07 Uhr
INTERREG 4A / Schwerpunkte / Ziele

Schwerpunkte / Ziele

Priorität 1: Stärkung und Konsolidierung der regionalen wissensbasierten Wirtschaft

Vision

Die Priorität soll die Region durch die Förderung ihrer potenziellen Stärken für die Nutzung der Chancen der globalen Wissensgesellschaft rüsten.

Hintergrund

Priorität 1 soll sowohl das in der Region bereits vorhandene Wachstumspotenzial als auch das bisher ungenutzte Potenzial stärken, um die Zielsetzungen von Lissabon und Göteborg sowie die nationalen, regionalen und lokalen Strategien zu unterstützen. Dreh- und Angelpunkt von Priorität 1 sind die sogenannten Wachstumsquellen, wie Existenzgründungen, neue Technologien und Innovation, die mehrere Analysen als Triebkräfte für das Wachstum der regionalen Wirtschaft harausstellen. Hinzu kommen zwei Handlungsfelder als Potenzielle Stärken des Programmbereichs: Tourismus und der Gesundheitssektor. Die Unterstützung und Entwicklung vorhandener und potenzieller Stärken sollen u. a. auf grenzüberschreitender Clusterbildung und / oder Cluster-Zusammenarbeit basieren.

Handlungsfelder
  • Wachstum durch Existenzgründungen und Wirtschaftskooperation
  • Einsatz und Entwicklung neuer Technologien
  • Entwicklung durch Forschung und Bildung
  • Entwicklung durch Tourismus und erlebnisbasierte Wirtschaft
  • Gesundheitsentwicklung

 

Priorität 2: Entwicklung der Rahmenbedingungen des Gebiets

Vision

Die Priorität soll die allgemeinen Rahmenbedingungen des Gebiets stärken und eine nachhaltige Entwicklung von Natur, Umwelt und Energie in der Region sicherstellen.

Hintergrund 

Um für die globale Wissensgesellschaft gerüstet zu sein, müssen die grundlegenden Rahmenbedingungen stimmen. So ist es notwendig, in der globalisierten Welt als „Hochspringer“ agieren zu können und ein ausreichend stabiles Fundament für den erforderlichen „Anlauf“ zu besitzen. Die Handlungsfelder der Priorität – menschliche Ressourcen, nachhaltige Natur- und Umweltentwicklung, nachhaltige Energieversorgung, Verkehr und Logistik sowie Siedlungsformen und Kulturerbe – sind als Grundlagen zu betrachten und damit entscheidend für die Erreichung des Ziels von Priorität 2. Wie in Priorität 1 soll die Entwicklung der Rahmenbedingungen des Gebiets u. a. auf grenzüberschreitender Clusterbildung und / oder Cluster-Zusammenarbeit basieren.

Handlungsfelder
  • Entwicklung der menschlichen Ressourcen
  • Nachhaltige Natur-und Umweltentwicklung
  • Nachhaltige Energieentwicklung
  • Verkehrs- und Logistikentwicklung
  • Nachhaltige Siedlungsentwicklung und Stärkung der räumlichen Identität

 

Priorität 3: Zusammenarbeit im Alltag und funktionale Integration in der Grenzregion

Vision

Die Priorität soll die Wettbewerbsfähigkeit der engeren Grenzregion fördern durch Schwerpunktsetzung auf die Herausforderungen, denen sich insbesondere dieser Teil des Programmgebiets gegenübersieht. Vor dem Hintergrund der langjährigen Erfahrungen mit direkten grenzüberschreitenden Aktivitäten soll die Grenzregion die systematische Ausbreitung der besten dieser Erfahrungen auf das übrige Programmgebiet stützen und befördern, wodurch ein stärkerer inhaltlicher und regionaler Zusammenhang zwischen den Initiativen in allen Prioritäten erzielt wird.

Hintergrund

Teile des Programmgebiets liegen dicht an der deutsch-dänischen Landgrenze. Obwohl die Grenze wegen der unterschiedlichen Sprachen, Kulturen und Informationssysteme eine funktionale Barriere bildet, ist sie andererseits grundsätzlich offen, was es dem grenznahen Gebiet erlaubt, als eine Region aufzutreten. Die Möglichkeit, direkte Kontakte zwischen den Bürgern, Unternehmen und Institutionen auf beiden Seiten der Grenze zu schaffen, birgt nicht nur ein Entwicklungspotenzial für die grenznahe Region, sondern soll außerdem das gesamte Programmgebiet dazu anregen, sich selbst unter einem grenzüberschreitenden Blickwinkel zu betrachten. Daraus ergeben sich Möglichkeiten, eine größere Kohäsionskraft in den eingeleiteten Initiativen zu schaffen.

Die Erfahrungen aus früheren Programmperioden deuten darauf hin, dass Kultur, Sprache und Vereinsarbeit, Grenzpendeln und Arbeitsmarkt, öffentlicher Verkehr sowie administrative und behördliche Zusammenarbeit geeignete Themen für eine erfolgreiche grenzüberschreitende Kooperation sind. Diese Themen werden in der kommenden Programmperiode daher den Ausgangspunkt für die Durchführung von Initiativen in vier Handlungsfeldern bilden.

Handlungsfelder
  • Kultur, Sprache und gegenseitiges Verständis
  • Arbeitsmarkt, Grenzpendeln und schulische Zusammenarbeit
  • Öffentlicher Verkehr und Mobilität
  • Administrative und behördliche Zusammenarbeit

Der Zusammenhang von der übergeordneten Strategie bis zu den Handlungsfeldern ist in dieser Übersicht dargestellt.